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KunstFestSpiele 2015

Künstlerbiografien - Salto Vocale

MULTIPLE VOICES: SPEM IN ALIUM
Ulfried Staber, Terry Wey

ZEHNDER, PREISIG, MOSS, AUINGER, MÄDCHENCHOR HANNOVER
Sam Auinger, Mädchenchor Hannover, David Moss, Tobias Preisig, Christian Zehnder

Salto Vocale , Fr 5.6., ab 17:00

Ulfried Staber

wurde in Fohnsdorf in der Steiermark geboren. Im Rahmen eines Schulmusikstudiums in Graz bekam er erstmals Gesangsunterricht und begann 1998 ein Gesangspädagogikstudium, das er 2005 mit Erfolg abschloss. Seine solistische Konzerttätigkeit erstreckt sich auf ganz Österreich, Italien und Deutschland, wo er u.a. Oratorien und Kantaten von J. S. Bach, die „Schöpfung“ von Haydn oder die „Marienvesper“ von Monteverdi sang. Zu seinen musikalischen Partnern gehörten Johannes Wildner und Jordi Savall. Er trat bei zahlreichen Festivals auf, so u.a. styriarte, Carinthischer Sommer, Trigonale, Feste musicali per San Rocco (Venedig), Ecchi Lontani  Cagliari, Schlossfestspiele Ludwigsburg, Musikfest Bremen, Tiroler Festspiele Erl. Er ist Mitglied des Renaissance-Vokalensembles Cinquecento (zahlreiche preisgekrönte CDs), des Männerquartetts schnittpunktvokal und von Multiple Voices. Außerdem arbeitet er mit Ensembles wie Weser-Renaissance Bremen, La grande chapelle, Clemencic Consort, Ars antiqua Austria, Huelgas Ensemble, La Capella Reial de Catalunya und dem Balthasar-Neumann-Chor.

Terry Wey

ist ständiger Gast der wichtigsten Barock-Festivals und arbeitet regelmäßig mit den bedeutendsten Dirigenten dieses Repertoires. In eine schweizer-amerikanische Musikerfamilie geboren, erhielt er seine Gesangsausbildung als Solist der Wiener Sängerknaben sowie später bei Kurt Equiluz und Christine Schwarz in Wien. Über erste Auftritte mit dem Clemencic Consort fand der junge Preisträger mehrerer Wettbewerbe rasch Anschluss an die internationale Konzert- und Opernszene. Unter Dirigenten wie William Christie, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski, Riccardo Muti, Christophe Rousset oder Michael Hofstetter und mit Originalklangorchestern wie dem Balthasar-Neumann-Ensemble, Les Arts Florissants, Les Musiciens du Louvre Grenoble oder dem Bach Consort Wien war er in bedeutenden Konzertsälen und Opernhäusern zu Gast, u.a. im Musikverein Wien, Barbican Centre London, Lincoln Centre New York, Gulbenkian Foundation Lissabon, den Salzburger Pfingstfestspielen, dem Teatro Real Madrid, dem Theater an der Wien oder der Staatsoper Stuttgart.

Sam Auinger

ist Sonic Thinker, Komponist und Sound Artist. Geboren in Linz, lebt und arbeitet er in Linz und Berlin. Seit den frühen 80ern intensive Beschäftigung mit Fragen der Komposition, der Computermusik, des Sounddesigns und der Psychoakustik. Gemeinsam mit Bruce Odland gründete er 1989 die Gruppe O+A. Gemeinsam mit Dietmar Offenhuber und Hannes Strobl gründete er 2005 die Künstlergruppe stadtmusik.  Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, unter anderem den Kulturpreis der Stadt Linz 2002 und den SKE Publicity Preis 2007. 1997 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, 2008/2009 war er Stipendiat an der Cité International des Arts in Paris. 2010 wurde er erster Stadtklangkünstler Bonn und 2011 Featured Artist bei der Ars Electronica in Linz. Er arbeitet mit Stadtplanern und Architekten zusammen, gibt Vorträge und ist häufig Teilnehmer bei internationalen Symposien zum Thema Stadtplanung und Architektur. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit hält er Vorträge und leitet Workshops zum Thema Klang und Architektur. Von 2008 bis 2012 war er Professor an der UdK Berlin und leitete den Fachbereich experimentelle Klanggestaltung im Masterstudiengang Sound Studies.

Mädchenchor Hannover

Der Mädchenchor Hannover ist einer der namhaftesten Jugendchöre Europas. 1952 gegründet, steht er seit 1999 unter der alleinigen Leitung von Gudrun Schröfel. Als erster und zweiter Preisträger bei nationalen und internationalen Wettbewerben genießt er in der Chorwelt hohes Ansehen und wird zu Konzerten in Europa, Asien, Nord- und Südamerika eingeladen. Etliche seiner Sängerinnen haben beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erste und zweite Preise gewonnen. Zahlreichen Musikkarrieren hat der Chor den Weg bereitet. Im Jahr 2010 wurde die CD „Glaubenslieder“ als Gemeinschaftsproduktion mit acht weiteren hannoverschen Chören mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet. Das Repertoire reicht von der Renaissance bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei die Erarbeitung zeitgenössischer Chorwerke ein besonderes Anliegen ist. Durch zahlreiche Auftragskompositionen hat der Mädchenchor Hannover maßgeblich zur Erweiterung des Repertoires für Kinder-, Jugend- und Frauenchöre beigetragen.

David Moss

Der Sänger und Percussionist David Moss zählt zu den innovativsten und kreativsten Köpfen der gegenwärtigen Musikszene. Er ist Gast auf allen großen Konzertpodien und Festivals. 1991 erhielt er ein Guggenheim-Stipendium, 1992 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Seit 2001 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mit gegründeten Institute for Living Voice in Antwerpen. Das Forschungskolleg für Geisteswissenschaften in Berlin verlieh ihm ein Fellowship für 2008 und 2009.  Er ist künstlerischer Leiter des MADE Festivals in Umeå, Schweden.  David Moss ist Solist in Helmut Oehrings Monodram für Orchestra POEndulum. 1999 und 2001 trat er bei den Salzburger Festspielen in Luciano Berios Oper „Cronaca del Luogo“ und als Orlowsky in der „Fledermaus“ von Hans Neuenfels auf. 2008 spielte er unter Sir Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern in Heiner Goebbels „Surrogate Cities“. An der English National Opera war er in Olga Neuwirths „Lost Highway“ zu erleben.

Tobias Preisig

wurde 1981 in Zürich geboren, er studierte an der Swiss Jazz School in Bern und der New School in New York. 2004 gründete er ein eigenes Quartett und spielte seine erste CD ein. 2005 erhielt er den Kulturförderpreis des Kantons Appenzell. 2008 spielte er beim Montreux Jazz Festival und beim Jazz Festival Willisau. 2009 war er Solist beim Jazzaar und trat mit George Gruntz beim Menuhin Festival in Gstaad auf. Es folgte eine Duo CD mit George Gruntz für das Label TCB mit David Liebman als Gast. Im Herbst 2009 war er Artist in Residence im Züricher Jazzclub Moods. 2011 folgten Konzerte an wichtigen Festivals wie Cully Jazzfestival, Schaffhausen Jazzfestival, Basel Off Beat und Überjazz Festival Hamburg. Im November 2011 wurde Tobias Preisig mit dem Werkjahr der Stadt Zürich ausgezeichnet. 2012 veröffentlichte er mit seinem Quartett die CD „In Transit" beim Berliner Label Traumton. Es folgten weitere Tourneen durch die Schweiz und Deutschland. Im Oktober absolvierte die Band eine Asientournee durch Japan und China und endete diese mit einem Auftritt beim JZ Jazzfestival in Shanghai. 

Christian Zehnder

studierte zunächst Jazzgitarre, bevor er ein klassisches Gesangsstudium als Bariton abschloss (u.a. bei Raphael Laback). Weiterbildungen in Obertongesang und Körperstimmtechniken führten ihn zum freien, nonverbalen Singen und in seinen ganz individuellen Musikkosmos, welcher sich oft an den Schnittpunkten von Performance und Musiktheater bewegt. 1996 initiierte er zusammen mit dem Bläser Balthasar Streiff das Duo Stimmhorn, mit welchem er mehrfach ausgezeichnet wurde. 2012 wurde ihm der basellandschaftliche Kulturpreis für Performance/Theater verliehen. Für die Philharmonie Berlin erhielt er 2013 eine Carte Blanche, um einen musikalischen Abend zu gestalten. Er arbeitet vielfältig zwischen Jazz, neuer alpiner und zeitgenössischer Musik, als Regisseur und Komponist für das Theater (Theater Basel, Salzburger Festspiele, Mannheim, Luzern, Gorki Theater Berlin u.a.). 2012 erschien seine Kreation „Oops, wrong Planet!“ am Theater Basel. 2014 entstand seine erste Oper „Föhn“ als Auftragswerk am Theater Basel.