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KunstFestSpiele 2015

Künstlerbiografien - Pitch 43_Tuning the Cosmos

Carola Bauckholt, Ensemble Musikfabrik, Clement Power, Caspar Johannes Walter

Ensemble Musikfabrik: Pitch 43_Tuning the Cosmos, Freitag 29.5., 20:00

Carola Bauckholt

geboren 1959 in Krefeld, lebt in Köln. Nach mehrjähriger Mitarbeit im Krefelder Theater am Marienplatz TAM studierte sie von 1978 bis 1984 an der Musikhochschule Köln bei Mauricio Kagel. 1985 war sie Mitgründerin des Thürmchen Verlags. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen und vertrat Deutschland bei den Weltmusiktagen in Kopenhagen 1996 und Seoul 1997. 2003 wurde sie zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste gewählt. Ihre Musik wird in Europa, Amerika und Asien gespielt. Ein zentrales Moment ihrer Werke ist das Nachdenken über das Phänomen der Wahrnehmung und des Verstehens. Ihre Kompositionen vermischen oft Elemente aus Performance, Musiktheater und konzertanter Musik. Dafür bedient sie sich gerne geräuschhafter Klänge, die oft mit ungewohnten Mitteln erzeugt werden und nicht in ein vorgegebenes Kompositionsraster eingearbeitet, sondern in ihrer freien Entfaltung beobachtet und fortgeführt werden.

Ensemble Musikfabrik

Seit seiner Gründung 1990 zählt das Ensemble Musikfabrik zu den führenden Klangkörpern der zeitgenössischen Musik. Neue, unbekannte, in ihrer medialen Form ungewöhnliche und oft erst eigens in Auftrag gegebene Werke sind sein eigentliches Produktionsfeld. Die Ergebnisse dieser häufig in enger Kooperation mit den Komponisten geleisteten Arbeit präsentiert das in Köln beheimatete internationale Solistenensemble in jährlich etwa 100 Konzerten im In- und Ausland, auf Festivals, in der eigenen Abonnementreihe „Musikfabrik im WDR“ und in regelmäßigen Audioproduktionen für den Rundfunk und den CD-Markt. Interdisziplinäre Projekte unter Einbeziehung von Live-Elektronik, Tanz, Theater, Film, Literatur und bildender Kunst erweitern die herkömmliche Form des dirigierten Ensemblekonzerts ebenso wie Kammermusik und die immer wieder gesuchte Konfrontation mit formal offenen Werken und Improvisationen. Dank seines außergewöhnlichen inhaltlichen Profils und seiner überragenden künstlerischen Qualität ist das Ensemble Musikfabrik ein weltweit gefragter und verlässlicher Partner bedeutender Dirigenten und Komponisten.

Clement Power

geboren in London 1980, studierte an der Cambridge University und am Royal College of Music, London. Leidenschaftlich der Aufführung neuer Musik verschrieben, arbeitete er mit vielen wichtigen Komponisten unserer Zeit. Er dirigiert führende Orchester und Ensembles für Neue Musik (London Philharmonic Orchestra, Münchener Kammerorchester, BBC Scottish Symphony Orchestra, Lucerne Festival Academy Orchestra, NHK Symphony Orchestra (Tokio), hr-Sinfonieorchester, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Ensemble Intercontemporain, Klangforum Wien, Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik). Clement Power spielte CD-Aufnahmen für col legno und KAIROS Records ein, darunter die Weltpremiere der Oper Hypermusic Prologue von Hèctor Parra mit dem Ensemble Intercontemporain sowie Porträt-CDs von Marko Nikodijevic (mit Musikfabrik) und Agata Zubel (mit dem Klangforum Wien).

Caspar Johannes Walter

geboren 1964 in Frankfurt/Main, studierte Komposition bei Johannes Fritsch an der Musikhochschule Köln. Seine Stücke finden regelmäßige Aufführung auf Festivals in Europa, den USA und Japan. 1985 war er Mitbegründer des Kölner Thürmchen Verlages und 1991 des Thürmchen Ensembles, in dem er auch als Cellist tätig ist. Er erhielt zahlreiche international bedeutende Kompositionspreise und verschiedene Stipendien und war 2002/2003 Kompositionslehrer und composer in residence an der University of Birmingham/England. Seine vom deutschen Musikrat bei Wergo produzierte Portrait-CD erhielt 1998 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.